Ältere Berichte und Bilder / Archiv:

 

Herbstwanderung und Zwiebelkuchen-Stammtisch mit Ibiza-Bericht

(von Gerold Bauer / Foto: Rudi Kollmann)

 

 

Ein wichtiger Faktor im Vereinsleben des SCAW ist die Pflege der Geselligkeit und des Zusammengehörigkeitsgefühls der Mitglieder. Am 23. Oktober, einem Goldenen-Oktober-Sonntag wie aus dem Bilderbuch, traf man sich am Dorfhaus in Neubronn zu einer Herbstwanderung. Die Tour führte über Leinroden und Bernhardsdorf nach Laubach, wo man im "Hirsch" zur Mittagsrast einkehrte. Nach einer sehr guten Verpflegung ging die Strecke zurück nach Neubronn, wo im Dorfhaus die Kaffeetafel für die SCAW-Wanderer gedeckt wurde. Die vom Vorsitzenden Wolfgang Schlipf zusammengestellte und geführte Tour wurde allenthalben gelobt.

Am 29. Oktober stand der Clubstammtisch traditionsgemäß unter dem Motto "Neuer Wein  und Zwiebelkuchen". Wie gewohnt hatten Gerda und Hannes Opp das Clubheim dazu passend dekoriert und für einen guten Tropfen gesorgt. Nach dem Essen zeigte Helmut Wiedenmann einen unterhaltsamen und gleichermaßen informativen Filmbericht über den diesjährigen Mittelmeer-Törn der SCAW-Hochseegruppe. Wolfgang Schlipf, Erwin Binder, Lorenz Geiß, Willi Spießhofer und Helmut Wiedenmann waren mit der "Hanna" (Bavaria 46 Cruiser) von Palma de Mallorca nach Ibiza und Formentera gesegelt. Helmut bekam viel Beifall für seine gut gemachte Beamer-Präsentation. Einen ausführlichen Törnbericht von Erwin Binder findet man außerdem unter der Rubrik "Berichte".

 

Ende gut - alles gut: Regatta zum Saisonabschluss 2011

(von Gerold Bauer / Foto: Torsten Queren)

 

 

Mit einem Traumwochenende – noch angenehme Lufttemperaturen sowie gleichzeitig Wind und Sonne – beendeten die beiden am Bucher Stausee ansässigen und befreundeten Vereine SVE und SCAW ihre Segelsaison 2011. Angesichts der Startschwierigkeiten wegen Wassermangels im Frühjahr und den ärgerlichen Schwachwind-Tagen im September versöhnte erst die dritte und letzte Regatta dieses Jahres die Segler wieder mit dem Wettergott. Nach dem Motto „Ende gut – alles gut“ werden die Boote nun ins Winterlager gebracht und die Stege am See abgebaut.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag (wo die Regatta im Rahmen der Segeltaxi-Spendenübergabe durchgeführt und das komplette Startgeld gespendet wurde), stimmte dieses Mal einfach alles. Ein großes Feld an Jollen sowie mehrere Dickschiffe jagten sich gegenseitig bei zwei bis drei Windstärken über die mit Bojen in klassischer Dreiecksform markierte Regatta-Bahn. Da der Wind auch noch perfekt aus Süd-Ost in Längsrichtung über den See wehte, kamen die Boot auf allen Kursen gut in Fahrt.

Weil die Windprognose für den Sonntag wieder mal eine Flaute befürchten ließ, wollten der Segelverein Ellwangen und der Segelclub Aalen bei ihrer gemeinsam veranstalteten Abschluss-Regatta auf Nummer sicher gehen und führten schon am ersten Tag noch einen dritten Lauf durch. Doch überraschenderweise hielt der Wind noch bis Sonntag durch, so dass es auch beim vierten und letzten Lauf flott über den See ging. Die Herbstidylle des gepflegten Erholungsgebiets „Bucher Stausee“ tat ein übriges, um diese Veranstaltung zu einer reinen Freude werden zu lassen.

Bei den Dickschiffen lieferten sich die beiden SVE-Teams Klaus Binder und Peter Strobel (Waarship 570) sowie Horst Lischke und Thomas Koke (Viva 600) ein spannendes Duell, das punktgleich endete. Gemäß der Regatta-Statuten gewinnt in einem solchen Fall jenes Team, das den letzten Lauf gewonnen hat – und dies bedeutete einmal mehr den Sieg für Lischke/Koke. Auf den dritten Platz kam Heinz Grupp-Miller (Neptun 212).

Bei den Jollen konnte Gastsegler Christian Thiele von der Wassersportgemeinschaft Rhein-Neckar mit seinem Laser den Erfolg der vorausgegangenen Regatta wiederholen. Ihm folgten Jens Müller/Felix Haag im 420er (gemischtes Team SCAW/SVE) und Harald Müller/Marcel Werner (SCAW) im Corsar.

 

Segeltaxi-Spendenübergabe: Über 16000 Euro!

(von Lothar Schiele)

Rainau. Die Benefizaktion Segeltaxi war auch in ihrer zweiten Auflage ein voller Erfolg. So konnten am Sonntag Bürgermeister Achim Krafft und Lothar Schiele, Organisator von Segeltaxi, drei Schecks in Höhe von jeweils 5555,55 Euro zugunsten kranker Kinder übergeben.

Bei der Spendenübergabe und Helferfest bei bestem Seglerwetter am Bucher Stausee lies Lothar Schiele nochmals die Aktion Segeltaxi Revue passieren. 2009 konnte die Idee seines Sohnes Hannes, der 2008 an Leukämier verstarb das erste mal umgesetzt werden. Zahlreiche Vereine und Institutionen rund um den Wassersport und um den Bucher Stausee starteten gemeinsam eine Spenden-Sammelaktion zugunsten kranker Kinder. Damals konnten 11400 Euro Spenden weitergegeben werden. 2011 wurde dieses tolle Ergebnis nochmals deutlich übertroffen.So sind es jetzt insgesamt über 28000 Euro Spenden die gesammelt wurden. Zwischenzeitlich waren weitere Vereine zu Segeltaxi hinzugekommen. Auch der Kreis der Segeltaxi-Paten hat sich erweitert. Zu dem Schauspieler Horst Janson kam 2010 der Forscher und Abenteuerer Arved Fuchs dazu. Mit Arved Fuchs gab es im Februar 2011 in der voll besetzten Jagsttalhalle in Schwabsberg die Auftaktveranstaltung zu Segeltaxi 2011. Am 9.+10. Juli fand dann die Hauptveranstaltung am Bucher Stausee statt. Mit-Segeln für Gäste, ein Bootsbau Wettbewerb, Tombola, Musik und Unterhaltung lockten zahlreiche Gäste an den See.

Bürgermeister Krafft dankte den vielen Spendern, Helfern, Vereinen, Institutionen und Sponsoren. Nur mit deren ehrenamtlichen Hilfe ist eine Aktion wie Segeltaxi machbar. Die Vielzahl der beteiligten Vereine ist eine tolle Basis für das nächste Segeltaxi. Krafft und Schiele überreichetn 3 Schecks in Höhe von jeweils 5555,55 Euro an der Kinderhospizdienst im Ostalbkreis, an den Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen und an die Rehaklinik Katharinenhöhe im Schwarzwald.

Die beiden Segelvereine SVE und SCAW verzichteten auf Preise bei der letzten Ragatta der Saison und spendeten die eingenommenen Startgelder, insgesamt 150 Euro, ebenfalls an die 3 Spendenempfänger. Spenden zugunsten der nächsten Aktion Segeltaxi können jederzeit gerne auf das Konto von Unterwegs gegen Krebs e.V., KSK Ostalb BLZ 614 500 50, Kto Nr. 100 009 0710, Stichwort „Segeltaxi“ eingezahlt werden.

 

 

Auf dem Foto v.l.n.r.: Markus Zobel, Kinderhospizdienst im Ostalbkreis; Dorothe Mundle, Förderverein für krebskranke Kinder e.V. , Tübingen; Lothar Schiele, Organisation von Segeltaxi; Achim Krafft, Bürgermeister von Rainau; Stephan Maier, Rehaklinik Katharinenhöhe, Schönwald; Wolfgang Schlipf, Vorsitzender des Segelclubs Aalen. Im HIntergrund Ehrenamtliche vom DLRG, die bei der Veranstaltung für Sicherheit auf dem Wasser gesorgt hatten.

 

 

Zweite Vereinsregatta nur ab und zu "vom Winde verwöhnt"

(von Gerold Bauer)

Auch die zweite SCAW/SVE-Vereinsregatta der Saison 2011 am Bucher Stausee war nicht gerade "vom Winde verwöhnt"!  Ausrichter war dieses Mal der SCAW, und die Regatta-Leitung hatten Otto Lind und Lorenz Geis inne. Insgesamt nahmen zehn Boote daran teil. Während hin und wieder halbwegs kräftige Böen für ordentlichen Vortrieb sorgten,  waren die insgesamt vier Läufe (zwei am Samstag, 1. 10, und zwei am Sonntag, 2.10., aber meistens davon geprägt, auch nur den leisesten Hauch auszunutzen. Klassischer Schwachwind-Trimm und extreme Gewichtsverlagerung auf die windabgewandte Seite waren nötig, um die Boote in Bewegung zu halten. Während die sehr leichten Rennjollen auch bei Leichtwind noch einigermaßen voran kamen, hatten es die relativ schweren Conger und erst recht die "Dickschiffe mitunter nicht leicht.  Allen Launen des Windgottes zum Trotz gab es einige spannende Zweikämpfe, wenn zum Beispiel bei der Umrundung der Bojen um jeden Meter gekämpft wurde. Gewertet wurden alle Jollen als eine einzige Klasse, und die Platzierungen ergaben sich aus den Yardstickzahlen sowie der gesegelten Zeit. Platz 1 belegte Gastsegler Christian Thiele von der Segelsportgemeinschaft Rhein Neckar mit seinem Laser vor Jens Müller und Felix Haag im 420er. Auf Platz 3 kam Harry Müller im Corsar.  Bei den Dickschiffen siegten Werner Haase/Vitali Schneider im Jollenkreuzer vor Horst Lischke/Thomas Koke in der Viva 600 und Klaus Binder/Peter Strobel mit der Waarship 570.

 

 

 

Regatta-Leiter Otto Lind (rechts) und sein Assistent Lorenz Geis.

 

 

Familienwanderung in den Bergen

(von Thomas Mayer)

 

Die Familien Wanderung fand vom 16. bis 18. September statt. Die Tour führte von Burgberg im Allgäu, über das Grünten-Haus (1.535 m ü.
NN) auf den Gipfel des Grünten (1.738 m ü. NN). Der Abstieg erfolgte über die Südflanke des Berges, zurück zum
Ausgangspunkt in Burgberg. Aufgrund seiner exponierten Lage, bietet der Grünten einen Rund-um-Blick auf die Allgäuer Berge. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, so dass wir einen grandiosen Ausblick auf den Allgäuer Hauptkamm hatten sowie in der Ferne die Berggipfel von Säntis (2.501 m ü.NN) und Schesaplana (2.965 m ü.NN) ausmachen konnten. Den Abschluss einer wunderschönen Bergtour bildete das gemeinsame Abendessen
im Berggasthof Alpenblick (www.alpenblick-burgberg-de)

 

  

 

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"Ansegeln kurz vor dem Absegeln"

 (Kurzbericht von Gerold Bauer)

"Herzlich Willkommen zur Ansegel-Regatta", hatte der Segelverein Ellwangen am 17./18. September bei der Steuermannsbesprechung auf die Tafel geschrieben. In der Tat konnte durch den Wassermangel im Frühjahr die erste Vereinsregatta am Bucher Stausee heuer erst im Herbst stattfinden. Während sich der Wind am Samstag sehr rar machte (sehr leichte Boote hatten da klare Vorteile) und sich alle quasi durch die beiden Läufe - einer davon verkürzt - "bettelten", war am Sonntag echtes Segeln bei böigen Wind bis zirka 3 bft. möglich. Es wurde aufgrund des feucht-frischen Wetters nur  ein Lauf ausgetragen. Bei den leichten Jollen hatte Harry Müller die Nase vorn, bei den Congern Hentze/Bauer und bei den Dickschiffen Lischke/Koke. Erfreulich war, dass auch zwei neue Teams mit ihren Schiffen mit machen - ein Conger und eine Neptun 210. Übernächstes Wochenende (1./2. Oktober) sowie am 15./15. Oktober (Verbunden mit dem Abschlussfest und der Spendenübergabe der Segeltaxi-Aktion 2011) werden die letzten beiden Regatten dieser Saison am Bucher Stausee ausgetragen. Die letzte übrigens als gemeinsame Veranstaltung von SCAW und SVE. Darüber hinaus steht noch immer die Idee im Raum, einmal eine Opti-Regatta nur für Erwachsene durchzuführen. Vielleicht wäre das ja noch eine Idee für einen schönen Spätherbst-Tag (geht ja auch ohne Steg) oder sollte fürs nächste Jahr mal ins Auge gefasst werden. Wer daran Interesse hat, sollte sich mal bei porquinho@t-online.melden.

Und hier der Bericht von SVE-Schriftführer Thomas Koke:

"Auf der Ostalb gehen die Uhren anders. Während die Vereine am Bodensee bereits ihre Absegel- Regatten durchführen, begann auf der Ostalb am 17. 18: September die Regattasaison. Bedingt durch das trockenen Frühjahr und den dadurch verspäteten Anstau des Sees, konnte die erste Jahresregatta des Seglervereins Ellwangen mit dem Segel Club Aalen erst nach den Sommerferien durchgeführt werden. Leider hat der Winter keine Verspätung, so daß die Regattasaison in vier Wochen wieder zu Ende ist.

Neun Boote starteten am Samstag in drei Bootsklassen. Bei wenig Wind war seglerisches Gespür gefordert, um jeden Windhauch zu finden und zu nutzen. Mit Mühe konnten zwei Läufe, - einer davon verkürzt- durchgeführt werden, immer unter dem Motto, „wer weiß, wie es Morgen sein wird“. Am Sonntag setzte kaltes, regnerisches Herbstwetter ein. Nach dem heftigen Regen gab es endlich Wind und so konnte ein dritter Lauf unter regulären Bedingungen durchgeführt werden.

Erfreulich war, daß auch zwei neue Teams mit einer Conger und einer Neptune 512 dabei waren und sich wacker schlugen.

Sieger bei den Jollen war Harry Müller SCAW auf Korsar

Sieger bei den Jollenkreuzern- Congern war das Team Hentze/ Bauer SCAW

und bei den Dickschiffen gewannen Horst Lischke/ Thomas Koke SVE.

Nach der Siegerehrung gab es neben den Preisen als Ausklang die obligatorischen Würstchen mit Kraut von Klaus Binder.

Ein Dank gebührt der DLRG, die für die Sicherheit sorgten und der Regattaleitung Manfred Engelhard mit Partnerin, die am Sonntag beinahe Opfer des Kälteeinbruchs wurden."

 

 

Familien-Wochenende mit Kuttersegeln am Bodensee

(Bericht von Gerold Bauer)

Vom 2. bis zum 4. September nahm die Jugend- und Familiengruppe des SCAW das Zeltlager des Vereins für sozialpädagogisches Segeln (VSS) in Beschlag. Die 26-köpfige Gruppe wurde auf dem Gelände des Zeltplatzes Klausenhorn bei Konstanz-Wallhausen in klassischen Gruppenzelten untergebracht und hat sich dort auch in Eigenregie verköstigt. Neben den Schlafzelten stand auch ein Küchenzelt sowie ein überdachtes "Wohn- und Esszimmer" mit Biertischen und Bänken zur Verfügung. Abgesehen von ein paar Schauern und nächtlichem Starkregen stand die Veranstaltung im Hinblick aufs Wetter unter einem guten Stern. Sowohl am Freitag (am Zeltplatz) als auch am Samstag (in der Marienschlucht) wurde am Lagerfeuer gegrillt und  gesungen - begleitet von Gitarren- und Mundharmonikaspiel. Lustige Kennenlern-Spiele sorgten dafür, dass sich die altersgemischte

 

   

"Feindliche" Annäherung und Zwangsduschen mit  Bodenseewasser.

 

Die neun Meter langen Holzboote sind klassische Segelkutter.

 

Gruppe - vom Grundschulkind bis zum Senior - schnell als Einheit fühlte und dass die "Neuen" im Verein im Nu integriert waren.

Höhepunkt waren für die Segler natürlich die Stunden auf dem Wasser. Dazu standen zwei hölzerne Zweimast-Segelkutter (mit Fock, Großsegel und Besan-Segel) zur Verfügung, die darüber hinaus auch wie Wikinger-Schiffe per Ruder bewegt werden konnten und außerdem noch einen kleinen Außenbordmotor als Flautenschieber beziehungsweise für die Hafenmanöver hatten. Einer der beiden neun Meter langen und 16 Personen Platz bietenden Kutter war einst als Beiboot der Gorch Fock im Marine-Einsatz gewesen.

Leider macht sich der Wind am Bodensee bei schönem Wetter meistens rar - und dies war auch während der SCAW-Freizeit der Fall. Dennoch war es möglich, wenigstens einige Stunden zu segeln. Dabei kamen den SCAW-Mitgliedern ihre Schwachwind-Erfahrungen vom Bucher Stausee zu Gute. Kurzerhand wurden die Mannschaften wie auf den Regatta-Jollen auf die Lee-Seite der Kutter platziert und durch sensibles Agieren  mit den Schoten doch noch etwas Fahrt aus dem lauen Lüftchen hervorgekitzeln.

Viel Spass machte auch das Baden mitten im Bodensee - und nach Piratenart wurde ein Schiff vom anderen attackiert, wobei mancher mit dem Einer eine Dusche bekam. Dies war angesichts der hochsommerlichen Temperaturen am Samstag auch willkommen.  Am Sonntag teilte sich die Gruppe. Während ein Teil im Kutter unter Motor den Bodensee überquerte und in Überlingen fest machte, paddelten die anderen in Kanus über den See. In Überlingen traf man sich dann zum gemeinsamen Picknick im Stadtpark.

Dieses ganz besondere Wochenerlebnis war möglich, weil Vereinsmitglied Philipp Bauer beim VSS seinen Zivildienst ableistet und einen freien Termin für den SCAW reserviert hatte. Seine Mutter Angelika Bauer hatte alles bestens organisiert, und dank Ute Kollmann ließ auch die Verpflegung nichts zu Wünschen übrig. Die gespendeten Kuchen wurden gerne angenommen und mit Genuss verzehrt. Allen, die zum Gelingen beigetragen hatten, wurde am Ende ein herzliches Dankeschön gesagt.

 

 

   

Lagerfeuer-Romantik in der Marienschlucht - mit hausgemachter Live-Musik.

 

Ein Balance-Akt: In schmalen Kanus wurde der Bodensee überquert.

 

 

 

Europe-Regatta um den Meckatzer Cup am Rottachsee

(ein Bericht von Sabrina Queren)

 

Mit bis zu drei Windstärken ging es über den Rottachsee.

 Vergangenen Winter habe ich meine erste eigene Jolle, eine ca. 30 Jahre alte Europe, bekommen. Diese wollte ich jetzt bei einer Klassen-Regatta ausprobieren. Meine Wahl fiel auf den Meckatzer Cup am Rottachsee am 13. und 14. August 2011. Bereits am Freitag holte ich mit meinem Vater den Trailer aus der Halle und verluden dann die Jolle. Am Samstag ging es dann früh los, damit wir rechtzeitig den Rottachsee erreichen. Nach der Ankunft und dem Aufbau der Jolle blieb noch etwas Zeit bis zum ersten Start. Diese nutzte ich um mit den anderen Seglerinnen und Seglern ein Schwätzchen zu halten.

 Um 13 Uhr ging dann die erste Wettfahrt los. Nach einem guten Start musste ich die anderen Seglerinnen und Segler an mir vorbeiziehen lassen. Ich musste feststellen dass meine neue, aber alte, Europe bei einer Klassen-Regatta nicht mehr mithalten kann. Dies blieb auch bei den nächsten beiden Wettfahrten so. Trotzdem hat mir das Segeln mit meinem eigenen Boot viel Spaß gemacht. Es war ein tolles Erlebnis mal auf einem größeren See mit entsprechendem Wind (2-3 Bf) zu segeln. Im Gegensatz zum Heimatrevier Bucher Stausse konnte hier über eine längere Strecke am Wind gesegelt werden.

Am Abend gab es ein gemütliches Beisammensein aller Europe und Finn Segler, Eltern und Betreuern sowie einheimischen Mitgliedern des SSG. Unter der Leitung der Jugendleiterin Nadja Spring wurde das Abendessen, Spanferkel mit Semmelknödel und Blaukraut, ausgeteilt und mit Genuss verspeist. Am Sonntag herrschte bei sommerlichen Temperaturen Sonnenschein, aber leider Flaute. Nach einigem warten auf den Wind und einem leckeren Mittagessen, wurde die Regatta abgeschlossen und es folgte die Siegerehrung. Nachdem meine Mitseglerinnen und Mitsegler, darunter Teilnehmerinnen der Europameisterschaft mit HiTec Ausstattung auf der Regattabahn unterwegs waren, freue ich mich, durch einen glücklichen Umstand, über den vorletzten Platz. http://www.ssg-rottachsee.de/index1.html . Den ersten Platz sicherte sich souverän Anica Rimmele vom YCI, erfolgreiche Teilnehmerin an den Europameisterschaften in Travemünde 2011.

 Gefreut hat es mich auch, dass mir von der Regattaleitung, Mitseglern und Finn-Seglern, die ihre Regatta zusammen mit uns gesegelt sind, eine sehr gute seglerische Leistung bescheinigt wurde, ich jedoch mit meinem Material chancenlos bin.

 Nach dem Abbau der Boote ließen meine Mutter, mein Vater und ich den Tag mit einem Stück, von Mitgliedern des ausrichtenden Vereins dem SSG Rottachsee, selbstgebackenen Kuchen im Vereinsheim des SSG Rottachsee ausklingen. Anschließend ging es wieder nach Hause.

 An dieser Stelle bedanke ich mich bei Bernd Rimmele, YCI, für die technische Unterstützung bei meiner Jolle und den fleißigen Helfern des SSG Rottachsee für die freundliche Aufnahme und gute Versorgung.

SCAW-Segler im Mittelmeer unterwegs

Mallorca - Ibiza und zurück

(ein Törnbericht von Erwin Binder)

 

 

   

Der 11-Uhr-Sherry hat bei SCAW-Törns Tradition.

 

Die "Hanna" ist knapp 15 Meter lang.

 

Hinter dem Horizont liegt Ibiza. Knappe 60 Meilen offene See trennen uns von der Insel unserer Träume.
Schon im vergangenen Jahr geisterte die Idee durch unsere Köpfe, von Mallorca aus nach Ibiza zu segeln und die Insel samt Formentera zu umrunden. Vor den Meilen war uns nicht bange und so war der Entschluss schnell gefasst. Wir segeln westwärts nach Ibiza!
Unser Schiff ist wieder die „Hanna“, eine Bavaria 46 - nur die Crew ist dieses Jahr kleiner. Wolfgang, unser Skipper, Erwin, Helmut, Lorenz und Willi.
Samstag, 7. 5. 2011 - Flug, Schiffsüber-nahme, Wind - alles passt. Also auf nach Ibiza. Die Übernahme des Schiffes geht rasch vonstatten - Crew und Vercharterer kennen sich vom letzten Jahr. Unsere Ver-pflegung ist bereits an Bord, Fleisch und Gemüse wird im Supermarkt besorgt. Um 17.00 Uhr laufen wir aus, erstes Ziel ist Port Andratx im Westen Mallorcas. Wir erreichen den Hafen noch vor Einbruch der Dunkelheit. Fest um 21.45 Uhr, kurz vor einem Gewitter.Von hier laufen wir morgen nach Santa Eularia des Riu aus.
Sonntag, 8. 5. 2011 - Strahlender Sonnen-schein und Wind satt. Das Städtchen ist reizvoll. also machen wir einen kurzen Stadtbummel, kaufen letzte Vorräte und laufen gegen Mittag aus. Draußen em-pfängt uns ein strammer Vierer aus Nord-west und ein moderater Seegang mit 1 - 1,5 -Meter Welle. Ideale Bedingungen für unsere Bavaria 46. Im Schnitt 6,5 Knoten macht die „Hanna“. Den Kurs nach SW können wir gut halten. Ein gutes Schiff, Sonne, Wind und ein tiefblaues Meer - das lässt das Segler-Herz höher schlagen.

Am späten Nachmittag schält sich die Kontur der Insel Ibiza aus dem Dunst. Wir halten so weit südwärts wie möglich und steuern die kleine, vorgelagerte Insel Tago-mago an. Gegen 20 Uhr haben wir sie an Steuerbord querab. Der Wind ist schwä-cher geworden, aber wir schaffen es noch mit dem letzten Tageslicht in den Hafen von Santa Eularia.
Montag, 9. 5. 2011 - Von Santa Eularia aus segeln wir südwärts, die Küste entlang. Wie bestellt haben wir bei strahlend blauem Himmel ab heute Ostwind, leider nur in der Stärke 2 - 3.
Ein Cap nach dem anderen gleitet vorüber, hinter jedem neue Ein- und Ausblicke. Dann das Cap Martinet, dahinter der erste Blick hinein in die Bucht von Ibiza Stadt.
Eine schmale Landzunge erstreckt sich ins Meer hinaus und versperrt ein wenig die Sicht auf die Stadt. Dann die Punta Grossa mit einem imposanten Leuchtturm und dahinter der volle Blick auf Stadt, Festung und Kathedrale.
Und auf eine stattliche Zahl von Kreuz-fahrtschiffen, die den Hafen überall be-legen. Die Crew kommt mit dem foto-grafieren kaum hinter her.
Doch Ibiza ist nicht unser Tagesziel. Ein paar hausgroße Felsbrocken im Meer erfor-dern unsere Aufmerksamkeit, an ihnen vorbei steuern wir wieder hinaus auf die offene See. Die Küste weicht weiter nach Südwesten zurück und wird immer flacher. Nächstes Ziel ist die Freu Grande, die enge Durchfahrt zwischen Ibiza und der kleinen Insel s’Espalmador.
Sie gehört zum Parc Natural de ses Salines und eine wunderschöne Ankerbucht dieser flachen Insel, die Bahia de’s Alga, mit einem herrlichen Sandstrand ist unser Ziel. Hier wollen wir übernachten. Um 16.20 Uhr fällt der Anker und wir liegen fest.
Es sind viele Boote da und lebhaftes Trei-ben herrscht am Strand. Erwin ist der ein-zige, der die Gelegenheit zum Schwimmen wahrnimmt, bei 17 Grad Wassertemperatur auch nur ein kurzes Vergnügen.
Dann ist der Smut dran und zaubert ein vorzügliches Abendessen. Danach machen wir das Beiboot klar und die Crew geht an Land. Der frühe Abend sieht die Crew bei einem ausgedehnten Landgang über die kleine Insel, auf vor geschriebenen Wegen.
Ziel ist ein kleiner Salzwassersee im Innern der Insel. Üppige Vegetation und eine große Vogelkolonie bieten interessante Einblicke in das Naturschutzgebiet.

Am Abend ist die Bucht überraschend leer - viele Schiffe waren nur Tagesgäste. Himm-lische Ruhe und einen herrlichen Sternen-himmel kann die Crew genießen. In der Nacht scheuchen schlagende Fallen Lorenz und Erwin aus den Kojen, der Wind hat aufgefrischt und die Sterne sind verschwunden.Wetterwechsel? Uns soll’s recht sein.
Dienstag, 10. 5. 2011 - Am Morgen weht der Wind immer noch von Osten. Heute wollen wir Formentera umsegeln. Also wieder zurück durch die Freu Grande und an der Ostküste von s’Espalmador und Formentera weiter in südwestlicher Rich-tung. Der kräftige Wind löst Begeisterung aus und so rauschen wir mit 6 - 7 Knoten durch ein azurblaues Meer, an Steuerbord immer die recht abwechslungsreiche Küste von Formentera.
Insgesamt ist hier die Küste doch flacher und vor allem die Südküste ist eine einzige weite Bucht mit einem endlosen Sandstrand. Die Hotels an der Küste sind überraschend spärlich gesät im Gegensatz zu Mallorca oder Ibiza.
Dann das Cap de Barbaria, der südlichste Punkt der Insel. Ab hier steuern wir direkt nach Norden, Puerto de la Sabina, dem einzigen Hafen der Insel Formentera zu. Eine mäßig hohe Steilküste prägt über die ganze Strecke das Bild und die wenigen Ansiedlungen liegen im Innern der Insel.
Wir erreichen den großen Hafen um 16.45 Uhr. Uns wird die Mole E zu geteilt, wir liegen längsseits. Landgang ist angesagt.
Die Crew kriecht relativ spät in die Kojen, obwohl für den nächsten Tag ein langer Schlag bis hinauf in den Norden Ibizas ge-plant ist. In der Cala Portinatx wollen wir ankern und von hier den Absprung zurück nach Mallorca machen.
Mittwoch, 11. 5. 2011 - Das Wetter ist beständig, nur der schöne Wind des ges-trigen Tages hat sich verabschiedet. Ein mäßiger Ostwind mit schlappen 3 Beaufort schiebt unsere Hanna nach NW. Reger Fährverkehr zwingt zu großer Aufmerk-samkeit, denn wir segeln im Fahrwasser dieser schnellen Schiffe.
Der Wind wird schwächer und dreht immer mehr nach SO. Wir segeln mit ausge-baumter Genua, um den letzten Hauch auszunutzen. Mittags schläft der Wind
3
dann ganz ein und wir motoren. Es steht zwar noch eine kleine Welle vom Vortag, aber es ist die Gelegenheit den Einsatz des Autopiloten. Die Crew genießt die Sonne und das Nichtstun. Dann haben wir die Küste Ibizas wieder erreicht. Die Durch-fahrt zwischen dem Cap d’es Jueu und der Illa d’es Vedranell wird passiert - wir haben nun die Westküste Ibiza’s an Steuerbord. Zwischen unbewohnten Inseln hindurch steuern wir unser Schiff nach Norden.
Der Wind kommt langsam wieder, nun aus westlicher Richtung. Vorbei an der Illa de sa Conillera im Westen, öffnet sich die weite Bucht Santa Antoni de Portmany an Steuerbord.
Danach wieder Felsenküste, ähnlich wie auf Mallorca, nur wesentlich niedriger. Die hohen Berge der Serra de Tramuntana fehlen hier auf Ibiza.
Die Küste weicht ab dem Cap Nuno immer weiter nach Osten zurück. Nur wenige Bade- oder Ankerbuchten finden sich hier auf dieser Seite von Ibiza.
Gegen 16.00 Uhr haben wir wieder Wind, aber voll gegen an. Also müssen wir zu guter letzt noch kreuzen - was für ein Tag. Eine kurze steile Welle, die sich in kurzer Zeit aufbaut, bringt Wasser an Deck und die Crew bekommt alle Hände voll zu tun.
Die Buchten werden jetzt häufiger und die Steilküste niedriger. Dann die Punta de sa Creu, dahinter der kleine Hafen Port de Santa Miguel.
Um 18.00 Uhr, nach etlichen Wenden, die Einfahrt in die Cala Portinatx. Der Wind wird in der Bucht etwas schwächer. Einige Hotels am Strand im schönsten Fotografen-licht der tief stehenden Sonne. Wir werfen den Anker. Die Bucht ist gut besetzt, unser Schiff legt sich brav zwischen den anderen Booten in den Wind - wir liegen fest.

Es kehrt Ruhe auf dem Schiff ein, wir sitzen noch lange nach dem Essen in der warmen Abendsonne bei einem Glas Rotwein und genießen den letzten Abend auf Ibiza.
Donnerstag, 12. 5. 2011 - Der Himmel hat sich über Nacht grau bezogen, kein Wind-hauch regt sich. Es sieht nach Regen aus, als wir die Bucht verlassen. In den Hotels und auf den Nachbarschiffen herrscht noch Ruhe, nur ein großer Katamaran ist vor uns bereit zum Auslaufen. Draußen setzen wir Segel, sie hängen da wie nasse Säcke. Umlaufende Winde um Stärke 1 - uns bleibt nur der Motor als letzter Ausweg. Also schmeißen wir die Mühle an, überlassen das Steuern dem Autopilot, Kurs NO. Die See liegt flach wie ein Ententeich vor uns.
Sobald sich die Wasseroberfläche kräuselt, versuchen wir zu segeln, auch um das monotone Brummen des Motors immer wieder aus den Ohren zu kriegen. Dann endlich ein leichter, stetiger Wind aus SSO.
Das Wetter bessert sich, gegen Mittag herrscht wieder eitel Sonnenschein.
Mallorca kommt in Sicht und der Wind stei-gert sich sogar auf 4 Windstärken, jetzt aus NW. Also können wir den Tag doch noch unter Segel beschließen. Vor der Bucht von Porto Andratx beschließen wir, noch einen Schlag hinauf zur Insel Dragonera zu machen und dann erst zurück in den Hafen von Andratx zu laufen. Um 17.17 Uhr liegen wir am Steg.
Freitag, 13. 5. 2011 - Wir verlassen Port Andratx um 11.44 Uhr und segeln zurück nach C’an Pastilla. Zeit haben wir genug, aber auch der Wind ist leider wieder sehr schwach. Vor dem Wind laufen wir die Küste entlang, die Crew lustlos. Keiner hat Bock darauf, die Genua auszubaumen, also muß der Rudergänger höllisch auf-passen. Immer wieder kommt die Küste sehr nahe und erfordert eine Halse.
Gegen 14.00 Uhr erreichen wir das Cap de Cala Figuera und die weite Bucht von Palma tut sich vor unserem Bug auf. Der Wind gibt sich nochmals Mühe und bläst uns zurück nach C’an Pastilla. Zuerst zur Tankstelle, dann doch noch ein schwieriges Hafenmanöver und die „Hanna“ liegt wieder in ihrer Box - Törn is over.
Wir können die Nacht noch an Bord ver-bringen - dann geht es zum Flieger.
Adios Mallorca und Ibiza. Erwin Binder
Crew: Wolfgang Schlipf, Skipper;
Erwin Binder, Lorenz Geiss,
Helmut Wiedenmann, Willi Spießhofer
 

 

 

   

An den felsigen Balearen-Küsten wird viel gebaut.

 

Auch ein Nachtörn gehörte dieses Jahr zum Programm.

 

 

   

Lorenz, Helmut, Wolfgang und Willi. Erwin hat fotografiert.

  Tiefblaues Meer und Felsen in der Sonne - dazu noch Wind in den Segeln. Was will man mehr?

 

Segeltaxi-Flagge unterwegs mit Arved Fuchs auf der Dagmar Aaen

 

Die Flagge von Segeltaxi, der Benefizaktion  zugunsten kranker Kinder, ist derzeit auf den Eismeeren vor Grönland unterwegs. Dort segelt sie auf dem Haikutter Dagmar Aaen und trägt die gute Idee hinaus in die weite Welt.  Segeltaxi war die Idee von Hannes Schiele, der im August 2008 im Alter von 9 Jahren an Leukämie starb.Sein Ziel war es, Spenden zu sammeln und diese für kranke Kinder einzusetzen. Aus dieser Idee entstand mit der Beteiligung zahlreicher Vereine, Institutionen und der Gemeinde Rainau die Benefizaktion am Bucher Stausee. Nach der ersten Aktion 2009 wurden ca. 12000 Euro Spendengelder weitergegeben. 2010 konnte Segeltaxi den Forscher und Abenteurer Arved Fuchs als Paten gewinnen. Er hat damals die gute Idee sofort erkannt und sich spontan bereit erklärt dafür einzutreten. Im Februar 2011 waren Fuchs und sein Team in der Jagsttalhalle in Schwabsberg. Mit seinem Vortrag „Der Ruf des Nordens“ flossen über 3000 Euro in die Spendenkasse von Segeltaxi. Um die Idee über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt zu machen hat Fuchs nun die Flagge von Segeltaxi auf seinem Expeditionsschiff dabei. Auf das Spendenkonto 100 009 0710 BLZ 61450050 KSK Ostalb können unter dem Stichwort „Segeltaxi“ auch weiterhin Spenden eingezahlt werden. In diesem Jahr werden der Kinderhospizdienst im Ostalbkreis, der Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen und die Rehaklinik Katharinenhöhe im Schwarzwald unterstützt.

 

 

 

 

Benefiz: Und sie schwimmen doch …

Bei der zweiten Auflage vom Segeltaxi ging es wieder um den guten Zweck und um den Spaß im und am Wasser

Von Markus Lehmann

Rainau-Buch - Ein paar Hundert junge und ältere Gäste haben sich am Wochenende über den Bucher Stausee segeln lassen, andere haben skurrile Schwimmgeräte zusammengeschraubt und sich aufs Wasser gewagt, wieder andere haben Musik gemacht oder Mitmach-Stände organisiert. Bei der Zweitauflage vom „Segeltaxi“ ging es wieder um den guten Zweck und sozusagen um das Vermächtnis des 2008 neunjährig an Leukämie gestorbenen Hannes Schiele.

„Wind optimal“ hieß es dann am Samstag, als sich die ersten Gäste nach der offiziellen Eröffnung des zweiten Segeltaxi in die Segelschiffe setzten. Rund 15 sind auf dem See unterwegs, um die Geschäftsidee umzusetzen, die der kleine, schwerkranke segelbegeisterte Junge hatte: Sich gegen einen Obolus, eine Spende je nach Ermessen, über den See segeln lassen. Hannes gründete eine Firma, um anderen kranken Kinder helfen zu können. Die Idee des Jungen ist allgegenwärtig am Bucher Stausee. Etwa durch Markus Haag. Bei ihm hatte Hannes Segeln gelernt und die von dem Jungen gebastelte Stockente segelt mit – und damit im Geiste auch Hannes.

Eine ganze Reihe Vereine und Hilfsorganisationen rund um den Wassersport sind auf dem Gelände vertreten: DLRG, der SV Ellwangen, SC Aalen, die Tauchabteilung des SV Oberkochen, es können heimische Fische im Aquarium nach Gewicht geschätzt oder Lampions gebastelt werden. Die Hauptattraktion ist aber das „Basteln“ in Groß: Sieben Teams sind angetreten, um Wasserfahrzeuge zusammenzubauen, die dann von einer Jury beispielsweise auf Schwimmfähigkeit oder „Spaßfaktor“ bewertet werden. Die Badmintonabteilung des TV Neuler etwa setzte auf Verkehrsschilder, die Festdamen der Feuerwehr Tannhausen auf ein „richtiges“ Boot, die Jungs der Schillerschule auf ein schwimmendes Gefährt auf Dämmplatten. Gewonnen habt aber eine Einer-Boot: die abenteuerliche per Fahrradantrieb angetriebene Pedal-Variante der „Alten Schule“ des KJG Schwabsberg.

Organisator Lothar Schiele ist sehr zufrieden mit dem zweitägigen Segeltaxi und dem Rahmenprogramm. Dass nicht ganz so viele Besucher zur Zweitauflage kamen, lag wohl an der Festdichte an diesem Wochenende, schätzt er.

 

 

 

Bericht auf der Internetseite des Northeimer Segelclubs:

 

"Vom 02. – 05.06.2011 hatten die „Seeteufel“ des Northeimer Segelclubs Besuch aus Baden Württemberg. 7 Jugendliche und 5 Betreuer vom SCAW (Segelclub Aalen Württemberg) standen am Himmelfahrtstag um die Mittagszeit vor den Toren des NSC.

 

 Die Kids und die Betreuer von NSC und SCAW hatten sich bei der Nautic Young Stars 2010, veranstaltet vom Yacht -& Charterzentrum in Heiligenhafen, kennengelernt. Nach ein paar Telefonaten stand dann ein Besuchstermin fest.

 Am Vorabend wurde der hintere Bereich der Jollenwiese für unsere Gäste reserviert und so konnten die Wohnmobile und die Zelte ohne große Verzögerung gestellt werden. Zum Mittag haben wir unsere Gäste mit Bratwurst und Salaten der Mütter versorgt. 

 Das Segelrevier unserer Gäste ist der Bucher-Stausee, der im Winter abgelassen wird, um bei der Schneeschmelze im Frühjahr als Rückhaltebecken die „Wassermassen“ zu fassen. Doch in diesem Frühjahr gab es wegen Schneemangel keine Wassermassen und so mussten unsere Gäste bis Himmelfahrt warten, um wieder in einer Jolle segeln zu können.

 Also dauerte es auch nicht lange und die ersten Vereinsjollen des NSC wurden zu Wasser gelassen und der Segelspaß konnte für die SCAW’ler beginnen. 

 Am Abend haben uns unsere Gäste mit einer schwäbischen Spezialität bewirtet. Es gab Maultaschensuppe und anschließend im Backofen mit Tomaten und Käse überbackene Maultaschen bis zum „Abwinken“. Ich glaube, allen hat es vorzüglich geschmeckt.

 Als Überraschung hatten unsere Gäste noch ein „kleines“ Geschenk für uns. Ein riesiger Präsentkorb, gefüllt mit Spezialitäten aus Schwaben, sowie eine Auswahl an schwäbischer Dosenwurst und frische Maultaschen, wurde dem Jugendwart übergeben. Der „Oberteufel“ Jürgen Wendenburg war überwältigt und konnte sich immer wieder nur bedanken. 

 Am Freitag haben sich unsere Gäste gleich wieder mit Booten in den See gestürzt; „so etwas muss man ausnutzen, wenn vor der eigenen Haustür kein Wasser ist“, haben wir öfter zu hören bekommen. Am späten Nachmittag hat Anke Warzok mit unseren Gästen einen kleinen Rundgang durch Northeim gemacht.

 Da der See am Samstag wegen einer Veranstaltung bis 16.00 Uhr gesperrt war und die Nächte kurz sind, haben unsere Gäste vom SCAW bis zur Freigabe des Sees gechillt. Dann ging es wieder aufs Wasser. Am Abend hieß es für die Erwachsenen „O‘ gzapft is“. Außerdem gab es frisch gebratene Heringe und Bratkartoffeln (gesponsert von Thomas Bierwirth und Reinhard Fahlbusch). Viele Hände haben bei der Zubereitung mitgeholfen. An den Schälmessern waren dies: Anke, Andreas, Thomas und Udo; am Fisch: Oli und Reinhard sowie Manfred am Bräter. Die Jugendlichen haben den Abend und die Nacht mit Musik aus der Anlage von Mathias und alkoholfreien Getränken verbracht. Gegen 3.00 Uhr hieß es dann „We are sailing“ und „Aus die Maus“. 

 Am Sonntagmorgen war für unsere Gäste schon wieder packen angesagt. Bei großer Hitze, die das ganze Wochenende über herrschte, blieb es nicht aus, dass sich unsere Aalener persönlich vom Wasser im See verabschiedet haben. Gegen Mittag verließ dann das letzte Fahrzeug das NSC-Gelände Richtung Baden-Württemberg. 

Es war wohl für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis und wir werden sicherlich die Einladung des ACSW zu einem Gegenbesuch gern wahrnehmen – wenn denn wieder Wasser im Bucher-See ist. "